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(Quelle: Evaluation des HBI)

Diese Grafik zeigt, wieviele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit nutzen Videospiele über ihre Eltern zu beziehen.

- 61 % nutzen auch ihre Eltern um an Videospiele zu gelangen, die für ihr Alter freigegeben sind.

- Und auch bei Videospielen, die für ihr Alter nicht freigegeben sind, können 18 % der Kinder sich auch auf ihre Eltern als Bezugsquelle verlassen.

Wegen des Erziehungsprivilegs machen sich die Eltern in diesen Fällen zwar nur dann strafbar, wenn sie durch die Weitergabe der Spiele an ihre Kinder ihre Erziehungspflicht gröblichst vernachlässigt haben. Aber nichtsdestotrotz gehören viele Videospiele genauso wenig in die Hände von Kindern wie Horror-Videos. Wie unbekümmert manche Eltern mit dem Medienkonsum ihrer Kinder umgehen, zeigen folgende Beispiele:

1. Bericht (Quelle)

Ich bin heute bei Karstadt gewesen und hab mir die Spiele angeschaut, die es dort gab (“F.E.A.R.”). Steht da ein 12 Jähriger vor mir (ich hab ihn nach dem Alter gefragt) und meint:

Kind: “Ey, das Spiel ist voll scheiße…”

Spieler: “… Ähm… Wieso?”

Kind: “Is’ nicht so brutal…”

Daraufhin hab ich ihn denn mal gefragt woher er das denn wisse und er meinte:

Kind: “Ich hab mir das Spiel runtergeladen und für nur 50 € kann man die Xbox ja umbauen lassen… kost ja nix…”

Er verriet mir dann, dass seine Mutter ihn “Gears of War” gekauft hat und dass die Kettensäge ja wirklich sau Laune machen würde. Woraufhin ich dann etwas argh baff war. Jedenfalls nahm er dann “Shadowrun” und “GRAW 2″ (glaub ich) und wartete auf seine Mutter. Er sagte dann, dass sie ihm die Spiele kaufen würde, da er die nicht runterladen könne (hat sie offenbar nicht gefunden, was wohl so auch ganz gut ist). Daraufhin fragte ich ihn denn, ob seine Mutter wisse, dass die Spiele ab 18 sind.

Er antwortet mir

Kind: “Klar… kannst sie ja selber fragen…”

Naja das hab ich dann auch getan. Ich wurde nur verständnislos angeschaut und gefragt, was ich mir den rausnehmen würde ihr vorschreiben zu wollen, was sie ihrem Kind kaufen kann und was nicht. Woraufhin ich nur erwiderte, dass die Ab 18 vielleicht nicht sogar einen Sinn hätte. Naja. Ab und zu hört man so was ja schon, aber mir ist’s echt zum ersten Mal passiert und ich war echt sprachlos.

2. Bericht (Quelle)

In Österreich werden die USK-Einstufungen generell nur als Empfehlungen gesehen, aber ich bin eigentlich auch der Meinung das auch HIER Eltern darauf achten sollten was ihre kiddies spielen – ich habe eh schon dafür gesorgt das ein Cousin von mir mich deswegen hasst:

Ich war bei ihm zuhause weil der PC seiner Eltern gesponnen hat und während ich versucht habe das Ding zu reparieren, konnte ich den Kleinen (9) gut 2 Stunden lang dabei beobachten wie er auf der Playstation 2 “GTA: SA” zockt. Er hat sich jetzt nicht exorbitant blöd verhalten, aber halt alles gemacht was man so tun kann. Man hat sehen können das es ihm sichtlich Spaß macht die Passanten umzufahren, wegzupusten und sonst was mit ihnen anzustellen. Als ich dann fertig war mit der Reparatur, habe ich seine Mutter darauf angesprochen und ihr erklärt, dass das Spiel erst ab 16 ist und das auch einen guten Grund hat. Sie hat zwar Anfangs abgewunken das es ja nicht sooo schlimm sein könnte, aber nach ein paar Minuten mit mir vor der Playstation 2 (und ich hab ihr so ziemlich alles gezeigt was möglich ist) war sie nicht mehr so optimistisch.

Das Resümee des ganzen war, dass sie ihm GTA und alle anderen Spiele die Rating haben, höher als USK 12, weggenommen hat. Der Kleine mag mich deswegen jetzt nicht mehr, aber ich finde das man so was auch innerhalb der Familie zu Sprache bringen sollte, wenn man’s sieht. War leider auch bei ihm ein typischer Fall von “PC/Konsolen-Babysitten”, die Eltern interessieren sich nicht dafür was Sohnemann da eigentlich zockt.