3. Januar 2013 von Rey Alp | 7 Kommentare »
Die folgende Statistik soll einen möglichst unverfälschten Überblick darüber bieten, welcher Anteil von Videospielen, die sich an Erwachsene richten, aufgrund von enthaltenen Gewaltdarstellungen nicht oder nur unter Auflagen verkauft werden dürfen. Dieses Ziel machte es erforderlich, die gesammelten Daten mit einem gewissen Ermessensspielraum zu analysieren. Auswahl und Aufbereitung der Daten erfolgte anhand einer Vielzahl von Entscheidungen, die an dieser Stelle nicht alle erläutert werden können. Zur groben Orientierung seien drei genannt:
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22. Dezember 2012 von Rey Alp | 23 Kommentare »
(High5tv) “Frontal21″ gibt sich alle Mühe seinen Ruf nicht zu verlieren: Auch heute noch berichtet man falsch über angebliche Missstände bei Videospielen. Dass nach § 6 des ZDF-Staatsvertrags “die Berichterstattung [...] wahrheitsgetreu [...] sein” soll, wird offenbar nach wie vor ignoriert. Möglicherweise handelt es sich bei dem Format auch einfach nicht um Berichterstattung, sondern um eine geschickt getarnte Satiresendung. Zugegeben: Dass bei einem Verfahren, in dem eine Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle eingebunden ist, weder selbst noch freiwillig kontrolliert wird, ist schon etwas verzwickt. Aber wäre es nicht gerade eine Aufgabe von Journalisten hier die tatsächlichen Zusammenhänge zu erläutern?
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21. Dezember 2012 von Rey Alp | 5 Kommentare »
Facebook-Nutzer lagen mit ihrer Vermutung, dass “Mass Effect” für die Tat verantwortlich war, bekanntlich falsch. Schließlich hatte der Bruder und nicht der Täter den Titel genutzt. Nunmehr hat sich die Qualitätspresse der Problematik angenommen und sich natürlich von dem eher fernliegenden Gedanken verabschiedet, dass ein Videospiel wie “Mass Effect” die Ursache für solch eine Tat sein kann: Tatsächlich sind es ganz andere Videospiele, die hier in Betracht kommen.
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15. Dezember 2012 von Rey Alp | 44 Kommentare »
Erste Berichte machten irrtümlich Ryan Lanza, den Bruder des Täters, für das Massaker in Newtown verantwortlich. Im Facebook-Profil von Ryan war unter Interessen das Videospiel “Mass Effect” aufgelistet, was zu einer vorhersehbaren Reaktion führte. Laut kotaku tobt sich ein Mob von Nutzern bei der offiziellen Facebook-Seite des Titels aus und beschuldigt die Entwickler Blut an ihren Händen zu haben. Selbstverständlich wird auch ein Verbot gefordert. Bei Fox News sieht Dr. Keith Ablow allgemein die Schuld bei Reality-TV, Facebook und Videospielen:
“You know you and I have both spoken about this on and off the air, and I fear that our level empathy just as a culture, as a society, is being diminished by things like reality TV and like Facebook that seem to take people to a kind of fictional realm. I guess you could add gaming to that, computer games.”
kotaku (Facebook)
kotaku (Foxnews)
10. Dezember 2012 von Rey Alp | 11 Kommentare »
(Piratenpartei-Köln)
Yvonne Plum, Vortrag “Killerspiele” – Kulturgut oder ein Fall für den Staatsanwalt?, Mo 10.12.2012 – 19:00 Uhr, Herbrand’s, Herbrandsstr. 21, 50825 Köln.
Zur Ankündigung
10. Dezember 2012 von Patrik Schönfeldt | 9 Kommentare »
(GameStar) Das Magazin GameStar berichtet unter Berufung auf Penny Arcade, dass Publisher Spiele mit weiblichen Hauptcharaktern meiden. Nur in 24 der 669 begutachteten Spiele habe man ausschließlich Frauen spielen können, während man in über 300 auf einen Mann festgelegt war.
Der Artikel vermittelt den Eindruck, Spiele mit weiblichen Helden verkauften sich vor allem aufgrund von Vorurteilen in der Industrie deutlich schlechter. Man könnte sagen, virtuelle Frauen würden diskriminiert. Dass sich Spiele mit ausschließlich männlichen Spielfiguren 75% besser verkauften, klingt bei einem 100% höheren Werbebudget nach einer selbst erfüllenden Prophezeiung: Weibliche Charaktere würden „fast immer aufgrund eines begrenzten Marketingbudgets in den sicheren Tod geschickt“.
Doch nicht nur Publisher scheinen vom Bild einer vornehmlich männlichen Zielgruppe auszugehen, die sich mit maskulinen Charakteren identifiziert und sich an leicht bekleideten weiblichen Nebenrollen erfreut: Garniert wird der GameStar-Artikel mit den „beliebtesten Spiele-Babes für den Desktop“.
Zum Artikel
4. Dezember 2012 von Rey Alp | 13 Kommentare »
(Mediengewalt.eu) Der Mediengewalt e.V. fordert anlässlich von Bestrebungen Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern auch eine Entschließung des Europäischen Parlamentes vom 16.01.2008 (2007/2093 (INI)) umzusetzen. In dieser wird – zumindest dem Wortlaut nach – ein Verbot des Verkaufs gewaltdarstellender Videospiele verlangt, das neben Industrie und Medien auch die Provider betreffen soll. Wie dieses Verbot zu verstehen ist bleibt offen, wobei nach einem anderen Punkt mit der PEGI lediglich eine “Selbstregulierung für die Kennzeichnung von Spielen” unterstützt werden soll, um “Minderjährige besser vor ungeeigneten Inhalten zu schützen und die Eltern über mögliche Risiken, die mit Spielen verbunden sein können, sowie über gute Beispiele zu informieren“.
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25. November 2012 von Rey Alp | 50 Kommentare »
(Piratenpartei) In den Programmen der meisten Parteien sind Verbotsforderungen mittlerweile zwar nicht mehr zu finden, doch Ansätze manchen Auswüchsen des “Jugendschutzes” zu begegnen, die vornehmlich Erwachsene treffen, sind kaum zu finden. Dies hat sich nun mit dem Programmantrag 628 der Piraten geändert. Ursprünglich sollte der Antrag schon 2011 angenommen werden, konnte aus zeitlichen Gründen aber nicht behandelt werden. Nun wurde er beim Programmparteitag in Bochum angenommen, der u.a. die folgenden Passagen beinhaltet:
“Kein Missbrauch von Jugendschutzargumenten zu Zensurzwecken – [...] Zwar soll etwaiger Jugendschutz, wie der Name schon sagt, ausschließlich für Minderjährige gelten, die aktuelle Gesetzeslage in Bezug auf Medien schränkt allerdings auch Volljährige ein. [...] Es ist inakzeptabel, dass Verbote oder Einschränkungen von medialen Inhalten – insbesondere von Videospielen – häufig auf fragwürdiger oder widersprüchlicher wissenschaftliche Grundlage verordnet werden.”
Zum Antrag
18. November 2012 von Rey Alp | 2 Kommentare »
(SPON)
Christian Stöcker, Interview mit Dan Houser, SPON v. 12.11.2012.
Viele Vorwürfe würden bei “GTA” an der Sache vorbeigehen, da die Inhalte lediglich Mittel zur Kritik seien. Durch die Darstellung des Kapitalismusses als “ein brutales Spiel” würden sie ihn nur zum Schein glorifizieren. Tatsächlich sei “GTA” ein antikapitalistisches Spiel. Ähnlich liege es bei den Gewaltdarstellungen: Man versuche “nur, Filmgewalt und Unterhaltungsgewalt zu kommentieren” und mache “keine Gewaltpornografie“. Sich auf eine solche Position zurückzuziehen mag bequem sein, überzeugt aber nicht immer. Wahrscheinlich ist die Notwendigkeit zum vernünftigen Spiel online sein und den Datenträger eingelegt haben zu müssen auch keine Gängelung der Käufer sondern eine Kritik an überzogenen Kopierschutzsystemen der Industrie.
Zum Beitrag
17. November 2012 von Rey Alp | 13 Kommentare »
(SZ) Journalisten erscheint es oftmals attraktiv über Verbindungen zwischen gewaltdarstellenden Videospielen und dem US-Militär zu sprechen. Dass es solche Verbindungen gibt ist bekannt, recht transparent und dennoch nicht zu beschönigen. So kann man bei “Crytek” direkt auf der Webseite nachlesen, welche Rüstungskonzerne und staatlichen Institutionen auf die Engine zurückgreifen. “Bohemia Interactive” bietet mit dem “VBS” sogar selbst eine Simulation für militärische Zwecke an und verbreitet auch öffentlich ein White Paper zu der Entwicklung, in dem u.a. die Nutzung durch US Army und USMC erwähnt wird.
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