Virtuelle Scheinwelten

3. März 2013 von Rey Alp | 13 Kommentare »

Wenn in den Medien der Einfluss von Videospielen thematisiert wird, kommt man nicht selten auf die Gefahren “virtueller Scheinwelten” zu sprechen: Die Spieler würden sich nicht mehr mit der tatsächlichen Welt auseinandersetzen, sondern vor echten Problemen in die besagten Scheinwelten flüchten. Ein Umstand, der, wenn nicht auf die Videospiele selbst, zumindest auf sich diesen widmende Medienberichte zutrifft.

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„hart aber fair“-Redaktion: Zitat „in keiner Weise […] entstellt“

27. Februar 2013 von Rey Alp | 38 Kommentare »

Heute hat uns nun doch endlich eine Stellungnahme der „hart aber fair“ Redaktion erreicht, in dem diese selbstverständlich alle Vorwürfe abstreitet. Für Journalisten, bei dem ein geschickter Umgang mit der deutschen Sprache zum Handwerkszeug gehört, sollte es eigentlich ein leichtes sein, sich geschickt aus der Affäre zu lavieren. Zu unserer Überraschung sind es aber ausschließliche platte Behauptungen, deren Unwahrheit sich durch zwei Mausklicks in Erfahrung bringen lässt.

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„Hart aber Fair“ schweigt sich aus

22. Februar 2013 von Rey Alp | 6 Kommentare »

Unser Hinweis auf die Art und Weise, wie von Plasberg ein Zitat von Prinz Harry präsentiert wurde, hat doch eine gewisse Resonanz hervorgerufen. Wie sicherlich die meisten Zuschauer auch, sind wir neugierig, wie die „Hart aber Fair“-Redaktion selbst die Darstellung des Zitats bewertet. Speziell ob es eine bestimmte Intention gab, den Verweis auf „Fifa“ zu entfernen und nun im Rahmen der Anmorderation durch Plasberg das Zitat als Beleg für eine Änderung des Wesens durch Videospiele anzuführen.

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Plasberg: Mit Fifa die Hemmschwelle zu Töten abtrainiert

17. Februar 2013 von Rey Alp | 45 Kommentare »

Die Öffentlich-Rechtlichen haben bei der Berichterstattung über „Killerspiele“ eine gewisse Tradition Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen. So wurde beispielsweise von „Panorama“ das Lachen eines Spielers, das einem über Teamspeak erzählten Witz galt, hinter einen von der Redaktion bei Youtube heruntergeladenen Videoschnipsel geschnitten, in dem der Protagonist virtuell eine Leiche beschießt. „Hart aber Fair“ hat nun bewiesen, dass man ebenfalls über fähige Leute verfügt.

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Newsschwemme #25

16. Februar 2013 von Rey Alp | 3 Kommentare »

- CNN, Erin Burnett scheitert Experten Videospiele beschuldigen zu lassen: “Absolutely no proof at all.”
- standard.at, Senator Lamar Alexander: “Videospiele sind ein größeres Problem als Waffen [...].”
- gamesindustry, David Cage, Branche leide an “Peter Pan”-Syndrom, werde nicht erwachsen.
- taz, Benefiz-CD der “Stiftung gegen Gewalt” an Schulen beinahe wegen Lied „1, 2, 3“ beschlagnahmt.
- Phoenix, “Computerspiele kontrovers – Spielespaß oder Psychofalle?” – ab ca. 46:00 über Gewalt.
- wn, Studie stellt fest, dass “das Spielen von Ego-Shootern die kognitive Flexibilität fördert“.
- eureka-wildwood, Grossman: “Violent video games are “murder simulators” that train kids to kill.
- dradio: Desensibilisieren Gewaltspiele? “Im Rahmen unserer Studien konnten wir diese Hypothese nicht bestätigen.”

hart aber fair – Bayerischer Lehrer erklärt “Killerspiele” (Update)

5. Februar 2013 von Rey Alp | 23 Kommentare »

Nachdem auch “Frontal21″ wieder mit Unwissen über den deutschen Jugendschutz geglänzt hat, wurde nun auch in der jüngsten “hart aber fair”-Sendung Unsinn erzählt. Diesmal zwar nicht durch die Redaktion selbst, aber durch einen Gast. Josef Kraus – Präsident des Deutschen Lehrerverbandes – nimmt die von Plasberg präsentierte Äußerung von Prinz Harry zum Anlass um über die Hintergründe von “Killerspielen” und Amokläufen zu schwadronieren. Das führt nicht nur beim anwesenden Piraten Christopher Lauer ersichtlich zu Schmerzen.

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IGN fragt Abendzeitung nach dem “Warum”

28. Januar 2013 von Rey Alp | 2 Kommentare »

(via bildblog, ign) Die Presse berichtet anlässlich von Gewalttaten nicht selten über die von den Tätern genutzten Videospiele, auch wenn ein Zusammenhang zwischen diesen und der Tat nicht immer ausdrücklich behauptet wird. Nichtsdestotrotz wird dadurch oft nahegelegt, dass das Hobby etwas mit der Tat zu tun habe. Auf Nachfrage geben die Redaktionen dann aber gerne an, dass ihnen nichts ferner liege als diesen Eindruck zu erwecken, sondern man den Lesern bloß – wertungsfrei – einen Einblick in die Lebenswelt des Täters bieten möchte.

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Apple-Direktive: Politische Aussagen in Apps unerwünscht

21. Januar 2013 von Rey Alp | 7 Kommentare »

(VentureBeat, via SB.com) Es dürfte allgemein bekannt sein, dass Apple eine recht restriktive Firmenpolitik betreibt bzw. gerne kontrolliert, welche Inhalte den Nutzern zugänglich gemacht werden dürfen. Hierbei wurden in der Vergangenheit schon des öfteren Videospiele abgelehnt, die ideologische Inhalte transportieren. So beispielsweise ein Spiel, das die Zustände bei der Fertigung von Apple-Produkten anprangerte, ein Spiel vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, bei dem die Japaner als Japaner bezeichnet wurden und ein Spiel, das den Syrienkonflikt thematisiert.

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USA: “ESRB-Ratings” bald verbindlich?

21. Januar 2013 von Rey Alp | 9 Kommentare »

(congress.gov/virginia-edu/kotaku, via SB.com) Neben Waffen stehen in den USA derzeit auch gewaltdarstellende Videospiele im Zentrum der Kritik. Um die Politik zum Handeln zu bewegen haben zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen, unter anderem der Wissenschafftler Craig Anderson, ein Positionspapier unterzeichnet. Angesichts der Ergebnisse der Medienwirkungsforschung müsse die bisherige Handhandhabung gewaltdarstellender Medien überdacht werden:

Taken together, this research speaks to a strong need to revise policies on youth exposure to violence in the media.”

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“Killerspielverbrennung” – Offensichtlicher Unsinn? (Update)

5. Januar 2013 von Rey Alp | 18 Kommentare »

(krawall) Die deutsche Seite Gameoasis meldete Ende 2012, dass eine öffentliche Verbrennung von “Killerspielen” vor dem Reichstag für den 27.01.2013 geplant sei, was dann unter anderem auch von kotaku aufgegriffen worden ist. Die Meldung an sich war offensichtlich ein Fake, was schon ein Blick auf den als Quelle angegebenen “Google Groups”-Eintrag zeigt: In diesem wird die Aktion einem “Verein gegen Killerspiele e.V.” zugeschrieben, der bisher nicht in Erscheinung gretreten ist und auch online unbekannt ist. Es sah also schon von daher sehr nach einem Fake aus. Ein weiterer Anhaltspunkt: Die Meldung ist von einem “Beckstein” unterschrieben, was als Anspielung auf Günther Beckstein wohl ebenfalls zeigt, dass es sich hier um einen Scherz handeln soll.

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