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Ich werde aus rechtlichen Bedenken keine Links zu Mitschnitten der Beiträge zu Videoplattformen verwenden. Oftmals finden sie diese Beiträge aber auf den Webseiten der jeweiligen Sendungen. Bei der ARD besteht meines Wissens auch die Möglichkeit, dass man sich Mitschnitte der Sendungen zuschicken lassen kann. 

Objektivere Sendungen

- 04.03.2007: Welt der Wunder “Ego-Shooter – Spiele für Killer?”

Als angenehme Abwechslung zur üblichen Berichterstattung wird das Thema beinahe sachlich behandelt. Zu Wort kommen mehrere Wissenschaftler, die die mögliche Gefährdung von Videospielen und deren Relevanz anschaulich erklären. In meinen Augen wird die Gefahr aber beinahe verharmlost. Ansonsten kann ich noch eine Sendung des Küchenradios empfehlen.

- 04.12.2007: Quarks & Co Wie viel Bildschirm verkraften unsere Kinder? – [Podcast]
 
Inhaltlich wird die Thematik sowie die Kontroverse um die Wirkung gut dargestellt. Das hohe Niveau der Sendung wird dadurch etwas geschmälert, dass eingespielte Szenen von Videospielen zum Teil nicht ganz dem üblichen Spielgeschehen entsprechen. Auch hätte ich mir zu einigen Punkten erläuternde Ausführungen gewünscht. Dennoch kann ich die Sendung fast ohne Einschränkungen empfehlen.

Weitere Sendungen 
  
- 09.11.2004: Frontal 21 “Videogemetzel im Kinderzimmer” 

Diese Sendung ist der Vorreiter der polemischen Berichtungserstattung über Videospiele. Spielinhalte werden falsch dargestellt, wichtige Informationen vorenthalten und Statistiken sinnenstellend gebraucht. Diese Sendung genießt nahezu “Kultfaktor” und wurde bei Youtube oftmals neu “vertont”.  
 
- 22.11.2006: Hart aber Fair “Vom Ballerspiel zum Amoklauf” - [Stream] (Wurde entfernt)
 
Man glaubt fast, dass man sich Mühe gemacht hat das Thema sachlich dazustellen. Es blieb aber bei dem Versuch. Spielinhalte werden verfälscht, die Rechtslage falsch wiedergegeben und weitere inhaltliche Fehler gemacht. Schon der Umstand, dass in der Diskussionsrunde nur die Vertreter einer Meinung waren, zeigt wie einseitig berichtet wurde. 
 
- 23.11.2006: Kontraste “Killerspiele als Gebrauchsanleitung”
 
Es wird im Rahmen einer extrem einseitigen Darstellung behauptet, dass Videospiele als “wichtige Ursache” erheblich zu Amokläufen beitragen würden. Dies spiegelt nach meinem Wissen nicht den Stand der Forschung wieder. Andere Experten als diejenige, die Videospiele verteufeln, kommen jedoch nicht zu Wort. Neben absoluter Unkenntnis der eigenen Quellen wird in der Stellungnahme der Redaktion auch noch eine beispielslose Arroganz an den Tag gelegt.  
 
- 22.02.2007: Panorama “Killerspiele im Internet” - [Stream] (wieder verfügbar)
 
Diese Sendung ist und bleibt ein journalistischer Amoklauf. Wie man so was zeigen konnte und sogar noch verteidigt ist mir ein Rätsel. Die Qualität dieser Sendung hat mein Vertrauen in die Öffentlich Rechtlichen Sendungen nachhaltig erschüttert. 
 
- 05.04.2007: Panorama “Spiel ohne Grenzen” – [Stream]
 
Das Thema der Onlinesucht ist ein berechtigtes und wichtiges Thema. Hier werden den Zuschauern aber nur zwei anscheinend alleinstehende Mütter gezeigt, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Oder zumindest unfähig scheinen ihnen Grenzen aufzuzeigen. Bessere Beiträge zu dem Thema “Onlinesucht” gibt es zuhauf. Zumindest hat Panorama versucht auf ein problematisches Thema aufmerksam zu machen. 
 
-30.05.2007: Johannes B. Kerner “Computersucht”
 
Hier beschäftigt man sich größtenteils mit der Onlinesucht, aber einen Seitenhieb auf Killerspiele kann sich der Kerner nicht verkneifen:

“[...] das ist kein sogenanntes Ego-Shooter-Spiel, wo es nur darum geht andere umzuballern und die als traurige Vorlage dienen für schlimme Dinge, die in der Welt passieren.” 

Allgemein scheint man sich nicht sonderlich auf die Sendung vorbereitet zu haben. Der vermeintliche Aussteiger aus der Sucht entpuppt sich als ein eher gewöhnlicher Spieler, der zusammen mit seinen Freunden mal exzessiv WoW gespielt hat. Etwas mehr Recherche im Vorfeld und Erkundigungen über den Gast hätten der Sendung nicht geschadet.

- 05.07.2007: Panorama “Die Bluttat von Tessin” – [Stream]

Panorama hat auf die Kritik reagiert, statt umstrittene oder falsche Behauptungen aufzustellen wird eigentlich gar nichts mehr vermittelt. Der Informationsgehalt des Sendebeitrages ist gleich Null. Es wird lediglich der Vater eines der Jungen von Tessin gezeigt, der eine Erklärung für die Tat seines Jungen sucht. Man versucht den Anschein zu erwecken, dass es an Videospielen gelegen haben muss, behauptet oder belegt wird es aber nicht.

- 21.08.2007: Frontal 21 “Töten am Bildschirm”

Es werden sowohl Studien, die einen Zusammenhang zwischen virtueller und realer Gewalt feststellen als auch Studien, die diesen verneinen gezeigt. Die Glaubwürdigkeit von letzteren wird durch manipulierenden Schnitt, fragwürdige Darstellung und den Vorwurf, dass diese von der Industrie gekauft seien, untergraben. Bewiesen ist aber nichts, man ist nicht einmal fähig eine einzige Studie anzuführen, die “gekauft” sein soll (SPON). Als Fazit steht, wie immer fest: Durch das Spielen von Videospielen entwickelt man langfristig Hass, verlernt Probleme ohne Gewalt zu lösen und entwickelt sich selbstverständlich zu einer gewalttätigen Person. Kleinere und größere Fehler sind wie immer inklusive. 

Nach all dem fragt man sich schon, warum man auch noch dafür bezahlen muss um selbst diffamiert zu werden.