Ansbach: Keine “Killerspiele” gefunden

21. September 2009 um 18:32 von Rey Alp | 40 Kommentare » RSS feed

(Spiegel Online) Die CSU nahm den Amoklauf von Ansbach zum Anlass um erneut ein Verbot von “Killerspielen” zu fordern. Nach Informationen von Spiegel Online könnte dies etwas voreillig gewesen sein, denn der Täter hat offenbar gar keine “Killerspiele” besessen:

“Die Ermittler betonten ausdrücklich, im Besitz des Amokläufers hätten sich nach bisherigem Erkenntnisstand keine sogenannten Killerspiele oder indizierten Horrorfilme befunden.”

Der CSU könnte es somit ähnlich wie den Kriminologen Christian Pfeiffer ergehen. Dieser forderte nach dem Amoklauf von Blacksburg ein “Killerspielverbot”, da sich die Mehrheit der Täter erst am Computer in Stimmung” geschossen habe. Unglücklicherweise hatte aber auch dieser Täter, wie 88 % der Amokläufer in den USA , kein Interesse an gewaltdarstellenden Videospielen. Es dürfte interessant sein, ob man diesen Umstand hierzulande als Ausnahme von der Regel auffassen oder nach anderen Erklärungsansätzen für Amokläufe suchen wird.

  1. robbe

    “Es dürfte interessant sein, ob man diesen Umstand hierzulande als Ausnahme von der Regel auffassen oder nach anderen Erklärungsansätzen für Amokläufe suchen wird.”

    Ich denke es dürfte hier jedem klar sein, was davon eintreffen wird.

  2. Joker

    Ist ja erstaunlich haha aber ich glaube kaum das dies die Debatte über Killerspiele
    verändern wird.

  3. The_Real_Black

    HAHAHAHHAHAHAHHAHAHAHAHAHAAAAA
    Aber in einen CDU Land leben…

    Alle macht den Abschiedsbriefen!
    Darin stand wie er sich von der Schule und den Klassenkammeraden verachtet gefühlt hat
    und wie der Leistungsdruck ihn zu dieser Tat getrieben hat!

    Happy Frieden.

  4. The_Real_Black

    http://www.tagesschau.de/ausland/videolondon100.html
    -
    Videoüberwachung in Großbritannien: “Unfreier, aber trotzdem unsicherer”
    Bilanz der Videoüberwachung in Großbritannien
    “Unfreier – und trotzdem unsicherer”
    -
    http://www.tagesschau.de/kommentar/wahlkampf130.html
    -
    Kommentar
    Die Wähler werden missachtet
    Von Bettina Freitag, HR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin

  5. Rey Alp

    Selbst wenn Videospiele das Mitgefühl verringern sollten: Man wird gar nicht soviel spielen können um seine Empathie auf das Niveau von Polizisten zu senken. Beispiel aus Dänemark:
    - http://sondagsavisen.dk/91/050125136/

  6. Murray XVII

    Es wäre zu schön wenn das endgültig der Mo-Mo-Mo-Mo-Monsterkill (das ist im Bezug darauf so schön ironisch^^) für alle Verbotsforderungen wäre aber die werden sich schon irgendeine Ausrede einfallen lassen.
    -
    Was ich immerwieder zum Piepen finde ist dass sie das “von der BILD” vor dem “sogenannten Killerspiele” ständig “vergessen”^^

  7. Hybris

    Ich hab so eine dunkle Ahnung, dass das bei der breiten Masse kaum Beachtung finden wird.

  8. Sebiroth

    Schade, dass dies noch nicht viel an der Debatte ändern wird. Vorallendinge in Fernsehen, wo man bei jeden “Amoklauf” zichmal mal von den schlimmen “Killerspielen” berichtet hat und nun ein nicht Finden in einen Satz abgetan wird.

  9. Sebiroth

    Die Verbotsforderung von der CSU wurde bisher auch noch nicht zerissen. Die Unions Parteien fühlen anscheinend eh schon als Wahlsieger. Schäuble will auch unbedingt Piraten gewählt haben: http://winfuture.de/news,50067.html
    Naja am Ende finden sie dann bei ihm eine Konsole mit Spielen.

  10. Rey Alp

    @Hybris

    Bei heute wurde es bereits nicht erwähnt, soweit ich mich erinnere.

  11. Crusader

    *ROOOOOFL* Wahrscheinlich behauptet bald ein Psychologe, er sei genau DESWEGEN Amok gelaufen. 18 Jahre alt, männlich und keine Killerspiele? So ein Außenseiten! *g*

  12. The_Real_Black

    @Crusader:
    LOL ab dann kann man diese Experten genz vergessen ^^
    Auf jeden Fall war die Festplatte gelöscht… gut mit Mikowelle oder “Killall.exe” wäre es besser gewesen, aber so hat man zumindest den Brief noch gefunden.
    -
    Aber ja in allen haben sie vergessen auf genau diesen Zustand hinzuweisen,
    dass der Typ keine Killerspiele hatte! Es würde ja dass schöne Feindbild zerstören…
    -
    Happy Coding.

  13. amegas

    @TRB
    ich traue der Sache noch nicht….Ich glaube auch gelesen zu haben dass der erwähnte film auch in seinem “Tagebuch” erwähnt wurde…

  14. Sebiroth

    Also auf Pro7 habe sie beiläufig erwähnt, dass es bisher keine Hinweise auf Killerspiele und Horror Filme gegeben. Aber schon ziemlich interresant, dass er all seine Überlegungen und Pläne von den letzten Monaten dokumentiert haben soll.

  15. Densor

    Is doch total egal ob was gefunden wurde oder nicht die medien haben das ganze doch eh schon so aufgezogen das se da am ende alles mögliche als auslöser ankreiden können.
    -
    Fand ich heut mittag schon so drollig als ichs beim stern online gelesen habe, das motiv des täters “HASS”. Das ist natürlich aussagekräftig und eine totale neuigkeit… ich bin sicher die ganzen amokläufer davor waren alle absolut gefühls und gedankenlos und kannten “HASS” garnicht.
    -
    In spätestens 2 wochen kommt dann die diskussion wie jemand so sehr hassen kann und dann hören wir den üblichen quatsch wieder. Verrohung der jugend am besten auch wegen seiner hasserfüllten musik und irgendwoher schreit dann schon jemand “killerspiele!!11″ bis alle nachplappern.
    -
    Die wohl vernünftigste aussage zu dem thema habe ich heute morgen in der zeitung gelesen bevor es irgendwelche neuigkeiten zu seinem computer inhalt gab. In der zeitung wurde der leiter der psychologischen abteilung des nürnberger klinikums befragt. Und dieser hat glücklicher weise nicht nur betont das amokläufe nix mit solchen aktionen wie den münchnern ubahn schlägern zu tun hat. Nein er hat sogar erkannt und erklärt das amokläufe im endeffekt “nichts weiter” als erweiterter suizid sind.
    -
    Werd das ding morgen mal einscannen und ins forum stellen, warum kommen solche leute eigentlich nicht zu N24&co?

  16. Doktor Trask

    Na warum wohl, diese Leute sagen etwas was man weder, in der Bevölkerung noch in der Presse oder gar in der Politik hören möchte.

  17. Pyri

    @amegas
    Ich hab das auch gelesen. “Mehrmals” soll der Film darin sogar erwähnt werden, im Tagebuch des Täters – um welchen Film es sich dabei auch immer handelt…
    -
    Findige Spiele”kritiker” könnten im schlechtesten Fall so übel argumentieren, dass bei diesem Verbrechen ja keine Schusswaffen zum Einsatz kamen und deshalb glücklicherweise auch niemand tatsächlich getötet wurde. Bei den meisten Verbrechen die in Zusammenhang mit Spielen gebracht werden gab es schließlich tödliche Schusswaffenverletzungen, und die Shooter stehen bei den “Killerspielen” doch auch am meisten in der Kritik, obwohl es in den brutalsten Spielen sicherlich andere Waffen gibt.

  18. hecter specter

    Ansonsten könnte ein findiger Spielekritiker sich aber auch ausmalen, dass der Täter gar nicht in seinem Zimmer, sondern irgendwo in einem geheimen Kellerloch gezockt haben könnte, oder er habe seine ,,Killerspielsucht´´ in Online-Cafès befriedigt, oder irgendein internationaler Pro-Killergames-Komplex hat Georg R. mit Killerspielen zu dieser Tat verleitet, dann haben sie alles verschwinden lassen und alles über Spiele durch Hypnose in seinem Gehirn gelöscht, damit es so aussieht, als wäre die Tat aus Hass begangen worden. Und außerdem war der Täter noch an der Inszenierung des Anschlags auf das WTC am 11. September 2001 beteiligt, das beweisen die Tagebucheinträge…
    Da ist irgendeine große Verschwörung im Gange, wir sind durch die ganzen Games bloß nicht mehr in der Lage sie zu erkennen. Nur die Kritiker sind noch einigermaßen bei Verstand und versuchen uns davor zu schützen…
    So oder so ähnlich könnte man argumentieren, wenn sie was finden wollen, dann finden sie auch was.

  19. Pyri

    @Rey Alp
    Danke für den Hinweis auf diese schrecklichen Bilder hier aus Dänemark :-(

  20. Diavid

    @ Dänemark Video:
    Solche Videos machen mich tausend mal mehr aggressiver als jedes “Killerspiel”.
    .
    Was machen die Polizisten da eigentlich?
    .
    Besonders effektiv scheint das ja nicht zu sein.
    Da sitzen Leute bei einer Sitzblockade, ein Polizist haut 2 mal mit den Knüppel zu und geht dann wieder zurück.
    Der Typ sitzt immer noch da, hat aber dazu noch schmerzen.
    .
    .
    .
    Ich versteh auch nicht, wieso man eine Sitzblockade mit Knüppeln “auflösen” soll.
    Worum geht es da eigentlich?

  21. Lazerus

    wonach sucht man bei “0185″ Mördern? Irgend ein Privat Leben muss der dann ja gehabt haben.

  22. roflcopter

    Jetzt muss man nach richtigen Gründen suchen!
    Wie gemein die Welt doch ist.

  23. Action Jackson

    Heiliger Strohsack!
    …bei Beckmann eben haben sie gerade immer wieder “K*****spiele” als nachgewiesenen Grund für Amokläufe, oder besser School shootings, wie auch den jüngsten in Ansbach, gennant. In einem nicht zu ende gebrachten Halbsatz hat der werte Herr Beckmann auch WoW genannt.
    Die geladenen Gäste/Experten die sich dazu äußerten waren: Ranga Yogeshwar, Dr. Michael Heilemann und Dr. Eckart von Hirschhausen

  24. Booomboy

    Beckmann?
    etwa so ne ard sendung?
    nun kann man den guten herrn beckmann als lügner bloß stellen, da er ja ansbach mit als tator von ks deklariert hat.

  25. Booomboy

    hmm diese folge ist noch nicht online, aber ich denke wenn kann man sie von hier aus abrufen: http://www.daserste.de/beckmann/

  26. hecter specter

    Online kann man sich Beckmann von gestern immer noch nicht anschauen, aber um 9.35 Uhr gibt es auf dem MDR eine Wiederholung.

  27. Mr.Pink

    hi
    is grad übern Ticker reingekommen…

    Eil+++ Amoklauf an Zwickauer Berufsschule vereitelt
    Zwickau – Die Polizei hat an einer Berufsschule im sächsischen Zwickau einen Amoklauf vereitelt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, es gab keine Verletzten. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei zunächst nicht mitteilen. Gegen Mittag war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Alle verfügbaren Einsatzkräfte hätten unverzüglich die Schule umstellt, hieß es.

  28. kraid

    ^^Nicht schon wieder.
    Naja, zum Glück nix passiert.
    -
    Hoffentlich noch einer ohne K-Spiele.

  29. Doktor Trask

    Wollen wir es hoffen aber andererseits ist es den Medien und der Politik egal ob jemand *Killerspiele* hate oder nicht, mal davon abgesehen das es gar keine *Killerspiele* im eigentlichen Sinne gibt. Es ist aber gut das diesmal wenigstens niemand verletzt oder gar getötet wurde.

  30. Don Corleone

    Hey Leute,

    NEUER Amoklauf …
    in Zwickau…

    wurde verhindert…

  31. Trurl

    “Wegen Gewaltdrohungen in einer Berufschule im sächsischen Zwickau hat die Polizei einen Schüler festgenommen. Er werde derzeit vernommen, gab eine Polizeisprecherin bekannt. Demnach hatte es zuvor ein Gespräch zwischen der Schulleitung und dem Schüler wegen Disziplinproblemen gegeben. Dann habe der Schüler gedroht, sagte die Polizei.”
    http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/761012/Moeglicher-Amoklauf-in-Zwickau-verhindert.html
    -
    Der Schüler hat also nur gedroht Amok zu laufen. Daraus haben dann voreilige Journalisten einen verhinderten Amoklauf konstruiert. So sehe ich das im Moment.

  32. Doktor Trask

    Ähnliches habe ich auch gehört, der Täter soll wohl noch am Eingang überwältig worden sein und soll auch keine Waffen dabei gehabt haben. Bin mal gespannt was noch alles kommt und ob man eine Berichtigung ausstrahlt denn ein angedrohter Amoklauf ist noch kein Amoklauf.

  33. Joker

    Kann man diese meldungen zurzeit überhaupt noch ernst nehmen.Nach winnenden gab es
    auch unzählige drohungen.

  34. Lonegunman81

    HA! Diesen Fall sollte sich jeder gut merken, wenn mal wieder das Scheinwerferlicht auf die Spiele fällt!
    Dieser Fall zeigt eindeutig, dass es keinen zwingenden Zusammenhang gibt, egal wie sehr sich “Experten” auch das Maul zerreißen mögen!

  35. thurius

    “Ich sehe Videospiele als eine emotionale Therapie, als eine weltliche emotionale Therapie. Wir alle haben Emotionen, egal ob wir Buddhisten sind oder nicht. Glückliche, traurige oder unzufriedene Emotionen. Wir müssen einen Weg finden, mit ihnen umzugehen”, teilt Urgyen Trinley Dorje mit. “Für mich kann es manchmal eine Befreiung, eine Art Dekompression sein, einfach nur Videospiele zu spielen. Wenn ich negative Gefühle habe kann ich meiner Energie in Videospielen freien Lauf lassen. Danach fühle ich mich besser.
    “Videospiele sind eine emotionale Therapie!”, sagt buddhistisches Oberhaupt

    http://timesofindia.indiatimes.com/

  36. thurius

    Gewaltspiele in den Köpfen der Nicht-Spieler
    Radikale Meinung zu Gewaltspielen: “In Spielen üben Jugendliche das Ermorden”
    Gewaltspiele dienen der Simulation eines Mordes. So stellen sich manche Nicht-Spieler die oft betitelten “Killerspiel” vor. Und diese Vorstellung kann sich schnell als radikale Meinung manifestieren.
    Killerspiele gehören verboten. Ebenso wie Sex im Internet und Fernsehen. Die so genannten Killerspiele sind ein Simulator, um das Ermorden zu üben. So jedenfalls die radikale Meinung eines Lesers der Stuttgarter Zeitung. Er argumentiert, dass es vor 50 Jahren keine Amokläufe gegeben habe. Doch damit liegt Günther S. falsch, wie videogameszone.de berichtet. Denn schon früher gab es derlei Amokläufe. Auch die Politik bekommt das Fett weg. So sei die Feigheit der Politik als Ursache für die Amokläufe zu sehen. Mehr lesen Sie auf videogameszone.de

  37. thurius

    Leser der Stuttgarter Zeitung fordert restloses Verbot von Killerspielen und Sex im Internet
    Nachdem die Polizei ein 80-seitiges Dokument des jüngsten Amoklaufes rekonstruiert und veröffentlicht hat, in dem der Schüler seine Tat bis ins Detail erläutert hat, fordert ein Leser der Stuttgarter Zeitung ein restloses Verbot von “Killerspielen” und Sex im Internet sowie TV. Und sorgt damit für mächtig Aufruhr.
    23.09.2009 13:17 Uhr – “Vor 50 Jahren gab es definitiv keine Amokläufe”, kommentiert Günter S. einen aktuellen Artikel der Stuttgarter Zeitung. Dass dem nicht so ist, lässt sich unter anderem in Wikipedia-Artikeln über Ernst August Wagner oder Walter Seifert nachlesen. “Vor 50 Jahren lernten die Schüler im Religionsunterricht, dass sie sich an die 10 Gebote halten und ihre Mitmenschen lieben sollen”, schreibt er und ergänzt, dass man sich heute vom Religionsunterricht abmelden könne und stattdessen “Hass und Gewalt über Internet, Killerspiele und auch über den Fernsehkrimi” lernen würde. Doch damit nicht genug, Günter S. lehnt sich noch weiter aus dem Fenster und versucht in seinem Leser-Kommentar die Ursachen zum jüngsten Amoklauf zu erörtern. Als “das Ermorden am Simulator einüben” bezeichnet er die viel diskutierten “Killerspiele”. Angeblich würden jene, die es “üben”, es auch in der Realität umsetzen wollen. Gar würden Amokläufer gezielt ausgebildet. Sowohl bei Gewalt in Fernsehen als auch Internet sorge der Nachahmungstrieb für das gleiche Resultat.

    Auch für unsere Schulbildung findet Günter S. kritische Worte und schreibt, dass Schüler über die schulische Sexaufklärung erfahren würden, dass das “Ermorden von Kindern im Mutterleib ‘ganz normal’ ist” – damit meint er den Schwangerschaftsabbruch. Folgende Forderungen ergeben sich also für ihn: “Restloses Verbot von Killerspielen”, “Verbot von Sex und Gewalt im Internet und Fernsehen” sowie das “Verbot von scharfer Munition für Schützenvereine”. Der Feigheit der Politiker hätten wir die Amokläufe übrigens zu verdanken. Wählerstimmen seien wichtiger als Menschenleben.

  38. thurius

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2205650/sz_article_kommentare?nocache=&order=desc

  39. thurius

    dieser Günter Stadelmaier ist ein typischer bayer der alten genration der seine uninformierte Stammtischmeinung preisgibt

  40. thurius

    so ganz dicht ist er nicht
    Günter Stadelmaier 12.7.2008
    Naheweg 15
    73529 Schwäb. Gmünd

    Leserbrief zum Artikel „Aggressive Schüler machen Lehrer krank“:

    Schulchaos selbstgebaut!

    Seit vielen Jahrhunderten gibt es Schulen – Schulen, die immer funktioniert haben. Und unsere Vorfahren haben über Jahrhunderte beobachten können, woran es liegt, dass eine Schule oder eine Erziehung funktioniert: Vor allem 2 Dinge sind erforderlich:

    1. Den Schülern müssen positive Vorbilder gegeben werden.
    Absurderweise haben wir nun vor 50 Jahren diese beiden altbekannten und bewährten Pfeiler eingerissen. Anstelle des vor allem im Religionsunterrichtes vermittelten Positivvorbildes von Jesus, biblischen Gestalten und Heiligen haben wir über Fernsehen und Internet brutale Negativvorbilder vermittelt: Mörder, Sextäter, „coole“ Killer und anderweitig entgleiste Menschen. Der Religionsunterricht wurde inhaltlich erheblich verflacht und kein Pflichtfach mehr. Die schrecklichen Negativvorbilder in Fernsehen und Internet wurden nicht verboten und bestraft. Ihre Folgen sind viel grausamer als die von den Umweltschützern gerügten chemischen Umweltverschmutzungen, die bereits verboten sind und bestraft werden!

    2. Bei Fehlverhalten müssen die Schüler angemessen bestraft werden.
    Und in den Schulen haben wir anstelle der angemessenen Strafen früherer Jahrhunderte das Strafmaß so reduziert, dass es wirkungslos wird. Die Seite Strafarbeit oder die Stunde Schulhofkehren riskiert doch jeder, der sich mit dem Nebensitzer unterhalten oder den Lehrer verspotten will! Würde aber jedes Fehlverhalten im Zeugnis aufgelistet oder sogar dem Gymnasiasten das Abitur genommen, wenn er öfters den Unterricht stört, wäre das ganze Schulchaos auf der Stelle beendet! Auch aus der Strafpalette unserer Vorfahren könnten wir lernen. Haben wir nicht eine völlig verdrehte Sicht, wenn wir die härteren Strafen, die früher einen harmonischen Schulalltag garantiert haben, als verpönt bezeichnen, unsere heutige Schulmisere aber als „human“ einstufen? Behandeln wir die Schüler nicht so wie ein Arzt, der auf eine lebensnotwendige Spritze verzichtet, weil der Einstich wehtut? Wir sollten endlich zugeben, dass die antiautoritäre Erziehung eine Irrfahrt war.
    Überfällig ist auch das Verbot von Gewalt in Fernsehen und Internet – wenigstens in unserem Land. Die vielen hierfür benötigten Internetkontrolleure würden sich spürbar – nicht nur in den Schulen – ungeheuer bezahlt machen. Lenin hat hier im Klartext geschrieben: „Wenn ihr einen Staat zerstören wollt, braucht ihr nur Gewalt und Sex einzuführen!“

    Solange diese 2 Pfeiler fehlen, ist es natürlich sinnlos an anderen Parametern zu drehen wie z.B. Ganztagsschule, Lehrerfortbildung, Lehrplanrevision, Klassengröße und vieles mehr.
    Wenn der Motor eines Autos versagt, hilft es schließlich nicht, wenn man Glühlampen und
    Scheibenwischer ersetzt.

    Der Notstand in den Schulen ist durch die oben erläuterten Verordnungen entstanden, er kann
    durch neue Verordnungen ebenso wieder beseitigt werden. Wenn es in früheren Jahrhunderten Schulen gab, die funktioniert haben, muss dies auch heute möglich sein!
    Und es ist möglich! Es gibt heute private Bekenntnisschulen, welche die ganze Problempalette der staatlichen Schulen nicht kennen! Dort wird kein Lehrer krank, weil die Schüler ihn ärgern dürfen. Auch von Schulen anderer Länder könnten wir viel lernen! In der Tat, wir haben auch viel zu lernen!