29. April, 2009 | Kommentare deaktiviert

                     

Mythos: Treffsicherheit virtuell trainiert

31. August, 2010 | 43 Kommentare »

(epd) Die These, dass Videospiele vom Militär zur Senkung der Tötungshemmung entwickelt worden seien, bezeichnet mittlerweile selbst SPON als “nachweislich erfunden“. Bei dem nicht minder plakativen Vorwurf, der Spieler erlerne durch Shooter die Handhabung realer Waffen, ist mir ein solches Dementi leider noch nicht bekannt. Wobei es an der mangelnden Verbreitung dieser Idee nicht liegen kann: So warnte die Kriminologin Britta Bannenberg auf einer Lehrerfachtagung vor potentiellen Tätern, die mit gewaltverherrlichenden Computerspielen die nötige Treffsicherheit trainierten“.

Zur Meldung

“Killerspiele” im Fokus

30. August, 2010 | 40 Kommentare »

(hpd/bild/sz) Bereits im Buch der Jugendrichterin Kirsten Heisig wird – zumindest nach dieser Rezension – im “Aufpuschen durch Gewalt verherrlichende Killerspiele” neben dem Konsum von Drogen und Rap-Videos ein weiterer kriminogener Faktor gesehen. Auch Thilo Sarrazin äußerte gegenüber der Bild Vorbehalte, wofür er sich aber bereits mit MMORPGs begnügt:

“Oft frage ich mich, wo ich jetzt wäre, wenn ich statt mit „Grimms Märchen“, „Tausendundeine Nacht“ und der „Illustrierten Weltgeschichte“ die prägenden Kindheitsjahre mit dem Computerspiel „World of Warcraft“ verbracht hätte.”

Wobei man darauf hinweisen sollte, dass “Grimms Märchen”, so z.B. “Die drei Männlein im Walde“, bzgl. der enthaltenen Gewalt auch nicht ohne sind. Ebenfalls erwähnenswert: Der Neuropsychologe Thomas Elbert, der anhand von Kindersoldaten die Entstehung der Bereitschaft zu Töten untersucht und Gewaltspiele als heikles Experiment auf gesellschaftlicher Ebene ansieht.

Gamescom-Bericht des ZDF

28. August, 2010 | 30 Kommentare »

(gamestar) Die Berichterstattung des ZDF über die Gamescom hat bei manchen Stellen für Unmut gesorgt. Während die Veranstaltung selbst schnell abgehandelt wurde, setzten sich große Teile des Beitrags mit Spielsucht auseinander. Auch wenn dies sicherlich ein wichtiges Thema ist, dürfte bei einer Veranstaltung wie der Gamescom auch Interesse an deren Inhalten bestehen. Durch die Dominanz des Themas wird allein der Eindruck erweckt, dass Spiele gleichbedeutend mit Sucht seien. Eine kleine Zusammenfassung findet sich auch bei gamersglobal:

Zum Artikel

Junge Union: Urheberrechtsschutz ist unverzichtbar

28. August, 2010 | 18 Kommentare »

(vdvc) Neben der öffentlichen Diskussion über die vermuteten Auswirkungen von Videospielen ist manchen Spielern auch die ein oder andere Gängelung durch Publisher ein Ärgernis. Der “Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler” (vdvc) hat mit Alexander Humbert, Bundesgeschäftsführer der Jungen Union, ein Gespräch geführt, bei dem auch Kontenbindung und Onlinezwang, mit den damit einhergehenden Einschränkungen für den Käufer, thematisiert wurden. Probleme sieht man am ehesten am Datenschutz, ansonsten sei der Kopierschutz für die Hersteller elementar:

“Die  Kreativen müssen mit ihren Ideen auch Geld verdienen können. Den Urheberrechtsschutz halten wir deshalb für unverzichtbar. Wir leben in einer Marktwirtschaft und keiner wird gezwungen, solche Spiele zu kaufen und zu spielen. Letztendlich werden die Hersteller merken, ob sie durch den Kopierschutz und den Onlinezwang weniger Spiele verkaufen.”

Zum Interview

Zocken im Bundestag

24. August, 2010 | 24 Kommentare »

(heise) Laut heise wollen “Drei junge Medienpolitiker der schwarz-gelben Koalition” nach “positiven Erfahrungen mit einem vergleichbaren Schnuppertag im Bayerischen Landtag” den Abgeordneten Videospiele näher bringen. Bei diesen handelt es sich um Jimmy Schulz, Manuel Höferlin und Dorothee Bär. Während Google zu den zwei Liberalen bei einer oberflächlichen Suche tatsächlich nichts unerfreuliches zu Tage fördert, braucht man bei der Unionspolitikerin die Suchmaschine gar nicht erst zu bemühen.

mehr [...]

Danke SPON!

23. August, 2010 | 39 Kommentare »

(SPON) Auf Spiegel Online setzt sich Christian Stöcker mit dem neusten “Videospielskandal” auseinander, den diesmal nicht “Modern Warfare 2″ sondern die “Medal of Honor”-Reihe liefern soll. Zunächst wird die Pressekonferenz von Sony, bei der Mike Shinoda (Linkin Park) virtuell mit einem Helikopter Aufständige bekämpft, vorgebracht, um dann das anzusprechen, was anderenorts für Kontroversen sorgt: Der Umstand, dass im Mehrspielermodus nicht nur US-Soldaten sondern auch die Afghanen gespielt werden können. Unabhängig davon wird aber ein Mythos richtig gestellt, der es so (ähnlich) auch schon in den gedruckten Spiegel geschafft hatte:

Die immer wieder wiederholte Behauptung, die US-Armee habe Videospiele entwickelt, um ihren Soldaten die Tötungshemmung abzutrainieren, ist nachweislich erfunden.”

Zum Artikel

Gamescom: Positive Presse

19. August, 2010 | 35 Kommentare »

(stern/vip-chicks/FAZ/derwesten/heise/tagesspiegel/Frankfurter Rundschau/SB/eurogamer) Bisher hat die aktuell in Köln stattfindende Gamescom Spielen und Spielern eine überwiegend positive Presse eingebracht. Bereits im Vorfeld wurde über eine neue Studie und ihr Ergebnis – “Computerspieler sind gebildet und männlich” – berichtet, die auch das Vorurteil, dass Gamer sozial isoliert seien, wiederlegen würde. Schließlich seien Videospiele, so Studienleiter Quandt, ”in der Gesellschaft angekommen“.

mehr [...]

USK im neuen Gewand

17. August, 2010 | 28 Kommentare »

(usk) Die an der Kennzeichnung von Videospielen beteiligte “Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle” (USK) präsentiert sich mit einem neu designten Internetauftritt. Das Prüfverfahren wird nun mit einem kurzen Flashfilm illustriert und ein kleines Flashgame läd zum Spielen ein. Wir haben im ersten Versuch mit 290 Punkten den 1. Platz der Rangliste erobert, wahrscheinlich aber nicht für lange Zeit. Zu der weiteren Zielsetzung äußerte sich Felix Falk (Geschäftsführer der USK):

„Mit dem neuen Auftritt setzen wir zudem Akzente für mehr Transparenz und Klarheit in Verbindung mit der inhaltlichen Weiterentwicklung der USK.“

Zur Seite

Petition gegen Indizierung gestartet

17. August, 2010 | 39 Kommentare »

(ichbingamer) Das Portal “Ich bin Gamer” hat eine Petition gestartet, mit der unter anderem die Abschaffung der Indizierung gefordert wird. Die Verdrängung bestimmter Medien aus der öffentlichen Wahrnehmung würde Eltern in einer falschen Sicherheit wiegen, sowie Interessierten die legale Auseinandersetzung mit Inhalten, die sich ohnehin explizit an Erwachsene richten, erschweren. Zu den Erstzeichnern gehören der “Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler” (vdvc), der “Pirate Gaming e.V.” und die “Jungen Piraten” (JuPis). Die offenbar unverbindliche Petition kann hier gezeichnet werden:

Zur Petition

(Dank an Pirat72.)

Replik von Pirate Gaming

11. August, 2010 | 36 Kommentare »

(Pirate Gaming) Mit Texten, die nicht nur der Wortwahl wegen, sondern auch wissenschaftlich gesehen problematisch sind, reagierte das “Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden” (AAW) auf Gesprächsangebote der Gamer. Nicht trotz, sogar wegen der zweifelhaften “Qualität” des Schreibens, haben sich die Piraten die Mühe gemacht die Darstellungen ins rechte Licht zu rücken. Auch wenn hierdurch sicherlich kein Sinneswandel bei Hopf und Weiß erreicht werden kann, wäre es doch “gefährlich“, wenn eine Richtigstellung ausbleiben und somit von gewichtigeren Problemen abgelenkt werden würde.

Zur Replik

(Dank an Pirat72.)